Phase 4
Teil 6

Was ist wichtig beim richtigen Preis: Einheitliche Strukturen

Von Theo Saubert2 Min. LesezeitFachlich geprüft am

Auf den Punkt

Erstellen Sie eine einheitliche Preisstruktur für Ihren Nebenerwerb. Sie lernen, wie eine interne Preisliste und Margen-Transparenz Ihre Professionalität stärken.

Einer der größten Zeitfresser im Nebenerwerb ist das „Herumrätseln“ beim Preis. Jedes Mal ein weißes Blatt Papier, jedes Mal die Frage: „Was verlange ich diesmal?“ Damit ist jetzt Schluss. Professionalität bedeutet, dass du deine Zahlen kennst, bevor der Kunde fragt. Wir bauen eine Preisstruktur, die so solide ist wie ein Schweizer Uhrwerk.

1. Die interne Preisliste: Das Ende des Bauchgefühls

Du brauchst ein internes Dokument, in dem jeder Service und jedes Paket fest definiert ist. Wenn eine Anfrage kommt, schaust du in deine Liste. Das gibt dir enorme Sicherheit im Verkaufsgespräch. Der Kunde spürt sofort: „Das ist ein Profi mit festen Strukturen“ – und fängt gar nicht erst an zu feilschen.

Zitierbare Weisheit: „Wer seinen Preis erst beim Schreiben des Angebots würfelt, hat bereits verloren.“

2. Margen-Transparenz: Was bleibt wirklich hängen?

Umsatz ist Eitelkeit, Gewinn ist Vernunft. Kenne exakt den Netto-Gewinn jedes verkauften Pakets. Ziehe Steuern, Softwarekosten, Versicherungen und deine eigene Zeit (auch die für Akquise!) ab. Nur wer seine Marge kennt, weiß, ob er ein echtes Unternehmen führt oder nur ein teures Hobby betreibt.

Zitierbare Weisheit: „Ein hoher Umsatz ohne Marge ist nur ein sehr anstrengender Weg, um pleitezugehen.“

3. Rabatt-Regeln: Dein striktes Protokoll

Rabatte sind im Nebenerwerb fast immer ein Fehler. Da deine Zeit extrem limitiert ist, verkaufst du mit jedem Rabatt deine knappe Freizeit unter Wert. Lege fest: Rabatte gibt es nur gegen Leistungsreduktion („Ich kann es für 200 € weniger machen, aber dann streichen wir Korrekturschleife X“). Wer nachlässt, ohne die Leistung zu kürzen, macht sich unglaubwürdig.

4. Preisanpassungen: Wachstum mit System

Deine Erfahrung wächst, deine Tools werden besser. Passe deine Preise regelmäßig an. Kommuniziere das bei Bestandskunden transparent als Qualitäts- und Inflationsausgleich. Ein Zyklus von 12 Monaten für Preisanpassungen ist in den meisten Branchen absolut üblich und wird von Profis akzeptiert.

5. A/B-Testing beim Preis: Wo ist die Schmerzgrenze?

Wie findest du heraus, was der Markt wirklich zahlt? Teste es! Erhöhe bei jedem dritten Neukunden deinen Paketpreis um 10 %. Wenn die Kunden weiterhin ohne Zögern „Ja“ sagen, ist dein Preis noch zu niedrig. Gehe so lange nach oben, bis die Conversion-Rate spürbar sinkt. So tastest du dich an dein wahres Marktpotenzial heran.

Ihr nächster Schritt in Phase 4

  1. 1Legen Sie einen festen Wochenrhythmus für Akquise und Umsetzung fest.
  2. 2Prüfen Sie Ihre Preise gegen Zeitaufwand, Kosten und Zielgewinn.
  3. 3Automatisieren Sie zuerst den Schritt, der Ihnen jede Woche Zeit kostet.

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